Vortrag: Traumatische Spuren – Fotografien, Archive und kollektives Gedächtnis
Vortrag: Traumatische Spuren – Fotografien, Archive und kollektives Gedächtnis
Vortrag von Diana Ivanova
Was können Fotografien sichtbar machen, wenn Erfahrungen von Gewalt und Vertreibung aus dem öffentlichen Gedächtnis verdrängt wurden?Spätestens Mitte der 1980er-Jahre zwang das sozialistische Regime Bulgariens Angehörige der türkisch-muslimischen Minderheit, ihre Namen abzulegen, und schränkte ihre Sprache, Religion und kulturelle Identität gewaltsam ein. Im Sommer 1989 wurden mehr als 360000 Menschen zur Flucht in die Türkei gedrängt.
Die Journalistin und Kuratorin Diana Ivanova stellt Fotografien aus dem „Visuellen Archiv der Assimilation“ vor. Das Archiv bringt verstreute Bilder von Entrechtung, Widerstand und Vertreibung zusammen und fragt danach, wie Fotografie zum Medium gemeinsamer Erinnerung werden kann.
Wie wirken verdrängte Gewalterfahrungen über Generationen fort? Welche Bedeutung haben Archive für die Aufarbeitung gesellschaftlicher Traumata? Und weshalb ist die gemeinsame Auseinandersetzung mit ihnen eine Aufgabe für die demokratische Gesellschaft?"
WO?ZMO Mainz e.V., Veranstaltungsraum, Karl-Zörgiebel-Str. 2, 55128 Mainz
WANN?Samstag, 19. September 2026, 14:00 Uhr
ANLASS?Vortrag im Rahmen der interkulturellen Woche
FÖRDERUNG?Mit Förderung der Stadt Mainz